Stalag XII G Johannis-Bannberg-Bolchen

Bild Stalag VII A Moosburg und andere Kriegsgefangenenlager
Bild Stalag VII A Moosburg and other POW camps
Bild Stalag VII A Moosburg et autres camps de prisonniers de guerre

Moderator: Jordi

Zimmer
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Beitragvon Zimmer » 25.06.2008, 11:08

Sehr geehrtes Mitglied des Vereins Kontakte-KOHTAKTbI,

Ihr Zeitzeuge der damals internierte ehemalige Sowjetsoldat bestätigt, daß es sich bei dem Stalag XII F/Z Johannis-Bannberg um ein Lazarett gehandelt hatte. Dies wird heute noch von einigen Menschen bestritten, welche behaupten es handelte sich um ein deutsches Konzentrationslager unter Leitung der SS.

Ist es Ihnen möglich die Eindrücke und Erfahrungen Ihres Zeitzeugen hier wiederzugeben?
Wie war die Unterbringung, welche Belegungszahl schätzt Ihr Zeitzeuge?
Wie war die Versorgung mit Lebensmittel, war sie absichtlich so knapp gehalten, daß tausende vorsätzlich dem Hungertod ausgeliefert wurden?
Gab es Folterungen und Tötungen?
Alle Erinnerungen des Zeitzeugen wären von großer Bedeutung.

Ich habe nicht angenommen, daß befreite sowjetische Soldaten von sowjetischen Kräften dort liqudiert wurden. Ich stellte die Frage in den Raum, ob nach der Repatriierung der sowjetischen Gefangen und dem Abzug der US Army das Lager als Kriegsgefangenenlager nun für Ukrainer, welche auf deutscher Seite kämpften genutzt wurde.
In der Ukraine wird es als das "schwarze Lager" bezeichnet, welches bedeutet, daß es illegal also schwarz geführt wurde.
Die deutschen Lager Bolchen und Johannis-Bannberg-Bolchen waren keine "schwarzen Lager" sondern offiziell gemeldet und dem IKRK in Genf bekannt.
Wurde das Lager im Laufe des Jahres 1945 schwarz / illegal geführt und Ukrainer darin interniert, welche schließlich der Rache Stalins zum Opfer fielen?

KOHTAKTbI
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Beitragvon KOHTAKTbI » 26.06.2008, 08:42

Unsere Zeitzeugen äußern sich in Briefen (d.h. nachfragen ist kompliziert) und wie bei allen Zeitzeugen ist ihre Erinnerung geprägt durch das, was sie danach an Bildern gespeichert haben. Auch bei unseren Zeitzeugen sind die Unterschiede Stalag/KZ, Gestapo/SS/Wehrmacht verwischt, obwohl die Aussonderungen in den Stalags von der Gestapo und SS durchgeführt wurden, nur mit der Bewachung in den Stalags hatten sie nichts zu tun. In den angefügten Zeitzeugenaussagen sind keine Zahlenangaben, wenn es in uns vorliegenden Berichten welche gibt, sind sie überwiegend viel zu hoch angegeben. Die Zweiglager von Forbach wurden schon von den Kriegsgefangenen als "schwarze Lager" bezeichnet. Alle drei sind nicht bis zur Befreiung in Lothringen geblieben, also auch nicht nach dem Krieg dort gesammelt worden. Wahrscheinlich bezieht sich diese Bezeichnung also nicht auf den Status der Lager. Im Übrigen waren ja alle "Russenlager" (d.h. Stalags nur für sowjetische Kriegsgefangene) nicht beim Roten Kreuz angemeldet und in den internationalen Lagern durften die sowjetischen Kriegsgefangenen nicht vom Roten Kreuz betreut werden. In allen Berichten, die uns vorliegen von sowjetischen Kriegsgefangenen, die in Frankreich bei der Wehrmacht oder im Bergbau Zwangsarbeiter oder auch Hiwis waren, wird ausgesagt, dass sie in Sammellagern der US-Streitkräfte waren, manchmal auch ein wenig zwangsarbeiten mussten, und dann in die sowjetisch besetzte Zone überführt wurden. Lager nur für Ukrainer sind eigentlich nicht wahrscheinlich, weil die "Ostfreiwilligen" in Frankreich häufig aus dem Kaukasus stammten. Das Bestehen auf einem Lager nur für Ukrainer kann vielleicht als politische Aussage gedeutet werden in einer Zeit, in der in der Ukraine Plätze nach dem ukrainischen Kommandeut des "Battaillon Nachtigall", Schuchewitsch, benannt werden und er als Befreier der Ukraine von der Roten Armee gefeiert wird, wie dieses Jahr verbreitet.
Die vorgesehenen Essensrationen für sowjetische Kriegsgefangene zumindest auf dem Papier sind bekannt , durchweg wird berichtet von einem halben bis einem Liter Wassersuppe mit einigen Rüben, 150-300 g "Russenbrot" und manchmal etwas Marmelade täglich, mehr Essen nur bei landwirtschaftlicher Tätigkeit vom Bauern direkt.
Auszüge aus drei Briefen von Insassen von Johannis Bannberg und einem Nachbarlager:

Am 26. Mai 1942 wurde ich im Charkower Kessel gefangen genommen. Zuerst waren es Durchgangslager: Belaja Cerkow´, Jaworow, München.... Das war die echte Hölle: Hunger, Schläge, die Feststellung von Juden und Kommissaren und deren späteres Verschwinden, Transport in den überfüllten Viehwaggons... Drei Monate später wurde ich in den Ort meines Daueraufenthaltes gebracht: Frankreich, Elsass-Lotringen, Stalag XII-F in Bannberg. Vom Juli 1942 bis September 1944 arbeitete ich hier und gewann Kohle.

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Essenversorgung:

Im Wohnraum standen Pritschen mit 3 Etagen. Dazwischen gab es schmale Gänge. Das warme Essen gab es zweimal täglich. Das war eine Balanda [russ. Für Gefängnis, vor und nach der Arbeit. Dazu kam ein Stück Brot für zwei Personen. Ich glaube, im Brot waren irgendwelche Fremdzusatzstoffe. Die Arbeit erfolge in drei Schichten, zusammen mit den deutschen Bergleuten, also mit den hiesigen Zivilisten. Die ganze Schicht hörte man von diesen Menschen nur ein einziges Wort „Scheiße!“[auf Deutsch in kyrillisch geschrieben]

Die Arbeits- und Lebensbedingungen waren so „günstig“, dass zu Beendigung meines zweijährigen Aufenthaltes neben dem Lager ein großer Lagerfriedhof funktionierte. Am Grabstein stand nur die Lagernummer des Verstorbenen. (Babuschkin, Russland)


Im Januar oder Februar 1943 wurden alle, die noch am Leben geblieben waren, nach Deutschland gebracht. An den Name von der Stadt kann ich nicht erinnern.
Einmal wurden 20 Menschen ausgesondert und in einen Wagen verladen. Der Wagen war verschlossen und wurde drei Tage lang nicht geöffnet. Am vierten Tag waren wir schon in Lothringen. Das war schon Frankreich, denke ich. Wir arbeiteten in einem Schacht in der Tiefe von 450 Metern und gewannen Eisenerz. So arbeitete ich 5-6 Monate lang und wurde von einem französischen Arzt wegen einer Krankheit, die von der Arbeit unter Tage entstanden war, von der Arbeit befreit. Alle Kranken wurde zusammengesammelt. Ich weiß nur, dass das Lager „Schwarzes Lager“ genannt wurde. Das war ein sehr großes Lager. Tag und Nacht rauchte das Krematoriumsrohr [die gab es dort nicht, aber ein Wasserturm überragt das Lager d. Übers.]. Nach unserer Ankunft wurden alle untersucht und bekamen einen Attest. Das war eine Kartonmarke auf der eine Barackennummer stand. Nach dieser Nummer wurde sofort festgestellt, unter welcher Krankheit man litt: Tuberkulose usw. Mir wurde die Marke Nr. 4 ausgegeben. Das bedeutete eine Arbeitsbaracke. (Prichodko, Ukraine)


Nach Lagern in der Ukraine und in Polen, wo schrankenlose Grausamkeit wütete, kam ich im November oder Dezember 1942 nach Lothringen in das Kriegsgefangenenlager Vaudreching [Zweiglager von Stalag XII F Forbach d. Übers.]. Es war ein »schwarzes Lager«. Wir mussten uns ausziehen, und drei Tage lang saßen wir zum Schlafen nackt auf dem Asphalt unter dem kalten Herbstregen. Mit einem Gewicht von 47 Kilo, 1,84 Meter groß, kam ich ins Bergwerk Kreuzwald. Ohne fremde Hilfe konnte ich nicht einmal in den oberen Stock klettern.
Aber vor dem sicheren Tod rettete mich ein deutscher Soldat, Heinrich Mügenfuß. Er war 1922 geboren und kam aus Meinheim, genau weiß ich es aber nicht. Er bat, mich im Lager zu lassen, und ich blieb am Leben.
(Simatschewski, Belarus)

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Beitragvon Zimmer » 26.06.2008, 22:14

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Bitte erlauben Sie mir dazu etwas zu schreiben.

In den Lagern waren auch polnische und serbische Gefangene untergebracht und ihre Gefangenpost wurde über das IKRK weitergeleitet.
Beispiele dieser Gefangenpost aus dem Lager Bolchen findet man im Internet. Somit war dem IKRK in Genf die Lager bekannt, wenn sie auch nur die Polen und Serben betreuen konnten.
Auf einer Seite aus Russland: http://severr.livejournal.com/346598.html
werden einige Stammkarten sowjetischer Kriegsgefangener veröffentlicht.
Darauf befindet sich der Stempel des Stalag XII F Bolchen und die Mitteilung, daß der Gefangene an die WAST (Wehrmachtsauskunftstelle, Berlin) gemeldet wurde.

Zu den Berichten der Zeitzeugen:

Das Lazarett Johannis-Bannberg lag inmitten ausgedehnter landwirtschaftlicher Felder und vereinzelten Wäldern. In der Nachbarschaft nur landwirtschaftlich geprägte Dörfer. Kohlegruben befinden sich nicht in unmittelbarer Nähe und nach meiner Kenntnis wurden die arbeitsfähigen Gefangen in die Arbeitkommandos direkt bei den Gruben verlegt, wo auch die Unterbringung vorgesehen war. Erst nach Erkrankung und Arbeitsunfähigkeit wurden sie in das Lazarett zurückverlegt.
Somit glaube ich irrt sich der Zeitzeuge, daß Johannis-Bannberg der Ort seines Daueraufenthaltes war. Ich denke der Bericht über Lebens- und Arbeitsbedingungen schildert die Bedingungen in einem dieser Arbeitskommandos direkt bei den Kohlegruben.
Auch in der Nähe der Arbeitskommandos wurden Friedhöfe angelegt.

Im weiteren Bericht wird darüber berichtet, daß alle Kranken gesammelt und in ein großes Lager gebracht wurden, welches das "schwarze Lager" genannt wurde. Hierbei handelte es sich offenbar um eine Rückverlegung der Kranken aus einem Arbeitskommando in das Lazarett des Stalag XII F.
Ein großer weithin sichtbarer Wasserturm ist das Wahrzeichen des Lagers Johannis-Bannberg. Auch findet sich im Militärarchiv Freiburg ein Befehl, im Lazarett Johannis-Bannberg für jeden Kranken eine ausfühliche Krankenakte anzulegen und von jedem Neuankömmling Röntgenaufnahmen zu machen. Auch befanden sich viel Tuberkulosekranke in Johannis-Bannberg.

Bei dem letzen Beitrag kann ich nur spekulieren, ob es sich bei dem genannten Lager vielleicht um das Camp de Veckring gehandelt hat, welches sich bei der Maginotfestung Hackenberg befindet.
Bei dem Bergwerk handelte es sich sicherlich um die Grube bei Creutzwald nahe der Saarländischen Grenze.

Aber es bleibt mir schleierhaft warum die Russenlager in Lothringen als die "schwarzen Lager" bezeichnet wurden.
Bezeichneten die russischen Gefangenen die "Russenlager" im Reich ebenso?

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Beitragvon KOHTAKTbI » 27.06.2008, 07:47

Ihre Angaben decken sich mit dem, was wir wissen. Alle sowjetischen Kriegsgefangenen, die es bis in die Stalags schafften, wurden der WASt gemeldet, auch die in den "Russenlagern", auch die "Arbeitsrussen" der SS-Kriegsgefangenenlager in einigen KZs. Das heißt der Status "Kriegsgefngener" war eindeutig. Veckring trifft zu, auch die Annahme, dass die Lager der Arbeitskommandos direkt am Einsatzort waren, aber das Stammlager blieb XIIF. Wir haben sonst nirgendwo die Bezeichnung "schwarze Lager", ich nehme auch nicht an, dass die sowjetischen Kriegsgefangenen ihre Lager für illegal hielten, die Haftbedingungen allerdings schon.

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Beitragvon Zimmer » 28.06.2008, 08:41

Vielen Dank für Ihre klärenden Worte.

Das Phänomen der ukrainischen Totenehrungen in dem Lager Ban-Saint-Jean / Johannis-Bannberg bleibt aber weiterhin ein Rätsel.
Auch ich habe davon gehört, daß man seit der Unabhänigkeit der Ukraine dort bestrebt ist ehemalige ukrainische Angehörige der Wehrmacht und Waffen SS als Befreiungskämpfer zu ehren.
Aber die Totenehrung auf dem ukrainischen Friedhof in Ban-Saint-Jean began bereits um das Jahr 1950 und der französische Staat hatte dies bis 1980 geduldet.
Der große Gedenkstein auf dem Friedhof sprach von 22.800 ukrainischen Opfern des Krieges 1939-1944.
Diejenigen, welche diesen Gedenkstein errichteten, hatten doch irgendetwas gewußt über ukrainische Opfer an diesem Ort. So etwas macht man doch nicht aus Blödsinn und Langeweile und informiert im Jahr 2005 angeblich sogar den Papst darüber.

Ihre Schlußbemerkung stimmt mich nachdenklich und betroffen.
Nur weil der Diktator Stalin seinen Soldaten die Fürsorge des IKRK verweigerte, hatten die Deutschen nicht das Recht unmenschliche Maßstäbe bei der Behandlung sowjetischer Gefangener anzuwenden.
Ein Volk dessen Wurzeln im christlichen Abendland liegen, darf sich auch von Machthabern aufgehetzt nicht zu unmenschlichen Taten hinreisen lassen. Ich persönlich bedauere es sehr wie die sowjetischen Kriegsgefangenen behandelt wurden.
Und trotzdem verteidige ich das deutsche Personal des Stalag XII F/Z Johannis-Bannberg-Bolchen denn, abgesehen von sicherlich vorkommenden menschlichen Fehlverhalten, bin ich überzeugt daß das Personal und seine Vorgesetzten versuchte nach menschlichen Maßstäben und gegen die widrigen Bedingungen dieser Zeit ein gewisses Maß an Menschlichkeit zu erhalten.

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Beitragvon Zimmer » 08.07.2008, 08:38

Dass unsere ehrbare Gesellschaft und Völkergemeinschaft gewisse Vorkommnisse der Geschichte lieber verschweigt und ungsühnt dem Vergessen überläßt, beweist der Umgang mit den Massenmorden durch Giftgas und Massenerschießungen in Lybien und Äthiopien ausgeführt von dem fachistischen Italien in den 30.er Jahren.

Der Kaiser von Äthiopien war machtlos in seinen Bestrebungen die Verbrechen an seinem Volk anzuklagen.

Auch der Fall Ban-Saint-Jean wird wohl nie aufgeklärt werden, da Mächtige kein Interesse daran haben.

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Beitragvon KOHTAKTbI » 11.07.2008, 08:58

Wir haben hier das Thema Repatriierung und Gedenken in St. Johannis-Bannberg ausführlich diskutiert und geben Folgendes zu bedenken: Auch ausgewiesene Antistalinisten unter unseren Zeitzeugen berichten nicht von Massenmorden an Kollaborateuren und Hiwis, sondern von Kriegsgerichtsverfahren, die zum weitaus größten Teil in Verurteilungen zu Zwangsarbeit mündeten. Es gibt keine Hinweise auf Massenmorde in den Filtrations- und Sammellagern, Übergriffe, Vernachlässigung und Mangelernährung sicherlich, aber über den Hunger berichten auch alle Kriegsgefangenen in westalliertem Gewahrsam für 1945. 1950 kann es auch in Ban-St. Jean noch keine Ehrung für Opfer des Stalinismus gegeben haben, wie auch in den nachfolgenden 30 Jahren. Die immens überhöhten Todeszahlen in den Lagern im Reichsgebiet erwähnte ich schon einmal, aber trotzdem: Von 5,7 Mio. sowjetischen Kriegsgefangenen (westliche Zählung) starben 3,3 Mio, davon über 2 Mio. im Operationsgebiet, bleiben mindestens mehrere Hunderttausend in den Stalags des Reichs, die sich natürlich nicht nur in den Grenzen der heutigen Bundesrepublik Deutschland befanden. Zu den Lebensbedingungen der sowjetischen Kriegsgefangenen siehe Christian Streit: Keine Kameraden, das nur insoweit überholt ist, als man inzwischen weiß, dass sehr viel früher sehr viel mehr sowjetische Kriegsgefangene im Reichsgebiet zur Zwangsarbeit waren und dass auch noch in den Arbeitskommandos ausgesondert wurde. Aber die Zahl der direkt Ermordeten lag wohl deutlich unter 100.000. Viele Berichte, die uns vorliegen, berichten über human agierende Wachsoldaten, aber eben als Ausnahme, auch in Johannis-Bannberg werden die Wachmannschaften sich der allen Befehlen zugrunde liegenden Weltanschauung : sowjetische Kriegsgefangene sind als jüdisch-bolschewistische Untermenschen zu behandeln, nicht entzogen haben, zumal die äußeren Bedingungen für Verpflegung, Unterbringung, Arbeitssoll von den Lagerkommandanten wenig zu beeinflussen waren.
Mein Kollege wird im nächsten Monat in der Ukraine zu Archivrecherchen sein, vielleicht erfahren wir mehr über das Totengedenken der Ukrainer

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Beitragvon Zimmer » 12.07.2008, 00:14

Vielen Dank an den Verein KOHTAKTbI, dass Sie weiterhin an einer Aufklärung der mysteriösen ukrainischenTotengedenken in dem Lager Ban-Saint-Jean interessiert sind.

Zu dem Thema Liquidierungen möchte ich Ihnen folgenden Fund mitteilen:

Der Chef der polnischen Exilregierung in London, Stanislaw Mikolajczyk,
hatte eine Unterredung mit Josef Stalin. Diese Unterredung war eher eine Drohung Stalins gegenüber dem polnischen Volk.

S. Mikolajcyk berichtet darüber in seinem 1948 in London erschienen Buch:
"The Pattern of Soviet Domination" auf Seite 111, Kapitel: Anatomy of Appeasement:

He reviewed his claim to the Ukrainiens and White Russians who had lived in Eastern Poland and said, quite calmly, that he had ordered the execution of 20.000 Ukrainians who had been collaborating with the Germans and later captured by the Red Army.
"We have put another two hundred thousend Ukrainians in our own army.
Everything is settled," he added contentedly.

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Beitragvon Zimmer » 17.08.2008, 10:52

Auf der Seite: www.moosburg.org/info/stalag/stalag12fz.html
unter "Weitere Bilder" findet man Fotos von Gedenkstätten in der Steiermark, welche denen in Lothringen ähnlich sind.
Obwohl die Gedenkstätten fast 1.000 Kilometer entfernt von einander liegen, ist die gleiche Symbolik doch verblüffent.
Ukrainischer Dreizack, Löwe und Eisernes Kreuz stehen in der Steiermark zum Andenken an die Gefallenen der 1.Division der Ukrainischen Nationalarmee, welche im Verband der deutschen Streitkräfte gegen die Bolschewisten gekämpft hatte.
Etwa 1.000 Kilometer entfernt davon, im ehemaligen Militärcamp Ban-Saint-Jean und in der Stadt Boulay/Moselle tragen die Gedenksteine ebenfalls den ukrainischen Dreizack und darüber das Eiserne Kreuz.
Doch dort bezeichnet man die Toten einfach als Opfer des Krieges 1939-45 und von der französisch-ukrainischen Vereinigung wird behauptet, die ukrainischen Opfer waren Angehörige der Sowjetarmee, welche in dem deutschen Kriegsgefangenenlager Johannis Bannberg (Ban-Saint-Jean) in den Jahren 1941-44 umgekommen sind.
Aber nur ukrainische Nationalisten benutzten den ukrainischen Dreizack als Symbol für die Ukraine und diese kämpften entweder auf deutscher Seite oder in Partisanenverbänden gegen die Deutschen und die Sowjetunion. Gegen Ende des Krieges aber verbündeten sie sich mit den Deutschen im Kampf gegen die Bolschewisten.
Man wird dem in Frankreich entgegnen, der Bidhauer dachte wohl es wäre das Zeichen aller Ukrainer, auch der Angehörigen der Sowjetarmee. Nun dann hat dieser unwissende Künstler auch einen zweiten fatalen Fehler gemacht. Er setzte das Eiserne Kreuz, das Hoheitszeichen der deutschen Streitkräfte über den ukrainischen Dreizack. Für Angehörige der Sowjetarmee dagegen benutzte man den Sowjetstern oder doch mindestens irgendwo angebracht Hammer und Sichel.
Für das Verwenden des Eisernen Kreuzes gibt es auch die Erklärung, es wäre nicht das Eiserne Kreuz sondern das Kreuz der griechisch-katholischen Kirche, wobei wir wieder bei den griechisch-katholischen Ukrainern der Provinz Galizien wären, welche zu Tausenden auf deutscher Seite gekämpft hatten.

Ebenfalls mysteriös ist die Zeichnung des großen Wasserturms von Ban-Saint-Jean mit aufgesetztem deutschen Stahlhelm. (unter weitere Bilder: La tour casquee). Der Wasserturm symbolisiert ein gigantisches Grabmal für getötete Soldaten, ähnlich den schlichten Feldgräbern wo der Helm des Getöteten auf dem Birkenkreuz hängt. Der Wasserturm trägt einen deutschen Stahlhelm, aus dem heraus Licht auf die Erde stahlt.
Vor diesem Licht versteckt sich eine Kreatur unter dem auf dem Boden liegenden Helm. Diese Kreatur symbolisiert die Mörder, welche bis heute unerkannt geblieben sind. Sie scheuen das Licht und jegliche Aufklärung, denn sie sind sich der Dimension ihrer Untaten bewußt.
Auf dem Feldgrab hängt normalerweise der Helm des Opfers und nicht der Helm der Mörder.
Ist der Künstlerin hier ebenfalls ein Fehler passiert?

KOHTAKTbI
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Beitragvon KOHTAKTbI » 18.08.2008, 08:19

Die Gräber in der Steiermark sind anscheinend Gräber von Angehörigen der SS-Division Galizien (14. Waffen-SS-Division, bekannt als 1. Ukrainische Division, später SS-Division Galizien) . Bekannt geworden durch das Massaker an den Juden Lembergs, dem ca. 10.000 Menschen zum Opfer fielen. Von den kämpfenden "fremdvölkischen" ukrainischen Truppen , die für Deutschland gekämpft haben, wurden ca. 4.700 von der Roten Armee festgenommen, die Mehrheit wurde zu langen Haftstrafen verurteilt, ca. 25.000 kämpften später in der UPA, der Rest ging ins westliche Ausland. (ca. 20.000). Diese waren es offensichtlich auch, die die Gedenksteine errichten ließen. Auch das Foto von der Gedenkfeier 2003 bezieht sich auf Kriegsgefangene, ob diese in der Mehrheit Ukrainer waren, kann nur durch die Bearbeitung der Karteikarten der WASt aus Podolsk festgestellt werden. 22.000 Tote sind es in St. Johannis-Bannberg mit Sicherheit nicht. Mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter deutscher Gedenkstätten haben auf Befragung gesagt, dass es nicht denkbar ist, dass die Rote Armee in Frankreich Massenerschießungen durchgeführt hat.

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Beitragvon Zimmer » 18.08.2008, 10:02

Vielen Dank für Ihre Stellungnahme und weitere Nachforschungen in diesem Fall.
Der Fall bleibt meiner Ansicht nach weiterhin sehr mysteriös und die ungeklärten Vorkommnisse in diesem Lager geben Anlaß zu Spekulationen und unterschiedliche Meinungen.
Auch wenn es für wissenschaftliche Mitarbeiter deutscher Gedenkstätten undenkbar ist, daß die Sowjets in Frankreich Liquidierungen durchführen konnten, bleibt es für mich eine denkbare Möglichkeit die vielen Ungereimtheiten in diesem Fall zu erklären (z.B. die Symbole der Gedenksteine in Frankreich).
Um alle Spekulationen auszuräumen wäre es wünschenswert, die Geschichtswissenschaft würde sich endlich dieser Sache annehmen und Klarheit verschaffen.
Auch die Ukrainer in Frankreich sollten ihr derzeitiges Schweigen aufgeben und sich klar und unmißverständlich dazu äußern.

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14.Waffen-Grenadier Division der SS (ukr.1) / 1. Div. UNA

Beitragvon Zimmer » 20.08.2008, 00:30

Die 14.Waffen-Grenadier Division der SS (ukrainisch Nr.1), davor (galizisch Nr.1) wurde im April 1945 mit ihren 14.000 Mann in die neugegründeten 1.Division Ukrainische Nationalarmee integriert. Dazu kamen noch 8.000 Mann anderer ukrainischer Verbände und somit hatte diese 1.Division UNA eine Personalstärke von 22.000 Mann. Davon ca. 2.000 Mann deutsches Rahmenpersonal.
Mit der Gründung der UNA verfolgte man das Ziel alle ukrainischen Einheiten, welche im Verband der deutschen Streitkräfte gekämpft hatten zu vereinigen und General Pavlo Schandruk übernahm den Oberbefehl über die Armee.
Auch eine 2. Divison wurde aufgestellt, welche am Ende des Krieges bei Prag kämpfte. 1. und 2. Division UNA trugen an ihren Uniformen nur noch den ukrainischen Dreizack als Abzeichen, der galizische Löwe und Zeichen der Waffen SS wurden entfernt.

Ich möchte nun noch auf den Vorwurf des Massenmordes an Juden und Polen in der Ukraine eingehen. Die Aufklärung dieser Dinge ist Sache der Geschichtsforschung, ich kann mich dazu nicht äußern. Meines Wissens hat bis heute kein Gericht die Schuld der SS Division Galizien an Massakern in Osteuropa bewiesen, es gibt lediglich Anschuldigungen dieser Art.
Da diese Anschuldigungen nicht enden wollen hat das Scotland Yard 2005 verkündet, alle noch lebenden ca. 1.500 Angehörige der ehemaligen 14.Waffen-Grenadier Division der SS in Großbritannien zu überprüfen, ob sie an Massakern in Osteuropa beteiligt waren. Ergebnisse dieser Untersuchungen sind mir nicht bekannt.
Heike schrieb in seinem Buch, daß Verbrechen gegen die Menschlichkeit von einem Ostturkischen Verband und der SS-Brigade Dirlewanger begangen wurden, welche schließlich der ukrainischen Division angelastet wurden.
Aber selbst wenn Truppenteile der 14.Waffen-Grenadier Division der SS oder der späteren Ukrainischen Nationalarmee an Massakern an Zivilisten beteiligt waren, würde es eine Massenerschießung großer Teile dieser Einheiten nicht rechtfertigen, denn eine kollektive Liquidierung ohne die juritische Überprüfung der Schuld Einzelner ist ebenfalls ein Verbrechen.
Nun gibt es sicherlich Stimmen die eine solche kollektive Hinrichtung gutheisen würden und sagen, daß es diesen "Nazis" recht geschehen ist.
Aber bedenken wir eines, die Henker welche die "Strafe" vollstreckten, waren ebenso Massenmörder die im Auftrag Stalins jahrelang nichts anderes machten als unschuldige Menschen zu ermorden.
Sie waren nicht die besseren Menschen die das Recht hatten andere zu richten.
Falls Teile dieser Ukrainer tatsächlich ermordet wurden, hatte dies einen anderen Hintergrund. Es ging nicht darum eventuelle Mörder zu bestrafen, sondern lediglich darum Verräter und mögliche Konterrevolutionäre zu bestrafe und für alle Zeiten auszuschalten.
Daß sie gegen Stalin und für eine freie Ukraine gekämpft hatten besiegelte ihr Todesurteil und nach der persönlichen Aussage von Josef Stalin wurde ein Todesurteil an 20.000 Ukrainern vollstreckt.
Fragt sich nur wo?

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1. Division der Ukrainischen National Armee (UNA)

Beitragvon Zimmer » 24.08.2008, 13:45

Nach dem Lesen des Buches von Wolf-Dietrich Heike, Sie wollten die Freiheit und eigenen Nachforschungen, muß ich die offizielle Darstellung, daß etwa 10.000 Angehörige der 1.Division Ukrainische National Armee bei Radstadt und Tamsweg in Österreich von anglo-amerikanischen Truppen gefangen genommen wurden anzweifeln.
Die britische Seite gibt an, daß sie ca. 10.000 Ukrainer bei Tamsweg gefangen nahmen und nach Sammlung bei Spittal an der Drau wurden davon etwa 8.000 Ukrainer in Lager bei Rimini nach Oberitalien gebracht und die Restlichen den Amerikanern übergeben.
US-Quellen sprechen von höchstens 1.500 Ukrainern der Division in ihrem Gewahrsam und diese Aussage muß ich anzweifeln.
Der Generalstabsoffizier Heike berichtet in seinem Buch auf den Seiten 238 und 239, daß bis zum 10.05.45 große Teile der ukrainischen Division bereits den Tauernpass überschritten hatten, als der Pass von einer anderen SS-Einheit für die restlichen Ukrainer gesperrt wurde.
Ab dem 10.05.45 (Sperrung Tauernpass)sammelten sich etwa 10.000 Ukrainer bei Tamsweg und Heike schrieb auf Seite 239, die in Tamsweg anfallenden Ukrainer gehörten ausschließlich zu den Trossen.
Diese kamen in britisches Gewahrsam und nach Sammlung bei Spittal ca. 8.000 Ukrainer nach Oberitalien. Die restlichen ca.2.000 Ukrainer in Spittal mußten sich nach Norden in amerikanische Gefangenschaft durchschlagen oder es drohte ihnen die Auslieferung an die Sowjets. Sie nahmen den Weg der heutigen Tauernautobahn und von Zederhaus aus überschritten sie den Tappenkarpass und erreichten schließlich das amerikanisch kontrollierte Tal von Kleinarl und Wagrein.
Bei den Ukrainern in Rimini und denen in dem Tal bei Wagrein handelte es sich also ausschließlich um Angehörige des Trosses.
Aber wo waren die Kampftruppen welche bis zur Sperrung am 10.05.45 den Tauernpass bereits überschritten hatten?
Die Geschichtsschreibung sagt lediglich, daß Teile der ukrainischen Division bei Radstadt in US-Gewahrsam kamen. Es sollen angeblich nicht viele gewesen sein, denn die Masse der Division (8.000 Ukrainer) sollen sich ja in britischem Gewahrsam in Rimini befunden haben.
Auch heute sagt man in Großbritannien, fast die "gesamte" ukrainische Division befand sich in Rimini und 7.100 wurden 1947 nach England transportiert.

Die gesamte Division 8-10.000 Mann?

Die ukrainische Division hatte laut Heike (Buch Seite 145) gegen Ende des Krieges eine Personalstärke von 22.000 Mann, davon etwa 2.000 Mann deutsches Rahmenpersonal. Auch der Oberbefehlshaber der Ukrainischen National Armee, General Pavlo Schandruk schrieb in seinen Erinnerungen, daß die Hauptsorge den 20.000 Ukrainern galt, welche sich auf dem Rückzug in Österrreich befanden. Auch das Militärische Forschungsamt in Potsdam glaubt den Angaben von Wolf-Dietrich Heike und gibt die Personlastärke der Division 1945 mit 22.000 Mann an.

Bei den Kampftruppen welche bis zum 10.05.45 den Tauernpass überschritten hatten und sich bei Radstadt in amerikanisches Gewahrsam begaben, müßte es sich um die ehemaligen SS-Freiwilligen-Grenadier-Regimenter 29,30,31, das SS-Füsilier Bataillon 14, SS Flak Abteilung 14 und um das SS-Artillerie Regiment 14 mit 4 Abteilungen gehandelt haben. General Schandruk schrieb, daß er in einem amerikanischen Lager Oberst Bayersdorf, den Kommandeur des Artillerie Regiments getroffen hatte. Dies bestätigt vermutlich die Anwesenheit des Artillerie Regiments nördlich des Tauernpasses.

Als 10.000 Ukrainer von den Briten zunächst bei Tamsweg gesammelt wurden, hatten also bereits etwa 10.000 Ukrainer den Tauernpass bis zum 10.05.45 überschritten und begaben sich bei Radstadt in amerikanische Gefangenschaft. Als später die etwa 2.000 Ukrainer, von Spittal kommend, Wagrein erreichten befanden sich somit schließlich ca. 12.000 Ukrainer der Division in US-Gewahrsam. Dies wird offiziell bestritten und es werden lediglich etwa 1.500 Ukrainer angegeben.
Dabei ist alles doch nur eine einfache Rechnung, von 20.000 Ukrainer befanden sich nur 8.000 in Rimini. Wo waren dann die restlichen ca 10.500 Ukrainer, wenn angeblich nur 1.500 in US-Gefangenschaft gewesen sein sollten?

Während man bis heute lebhaft über das Schicksal der 8.000 Ukrainer aus den Lagern bei Rimini diskutiert und ihnen Kriegsverbrechen vorwirft, werden die restlichen ca. 12.000 Ukrainer vergessen oder ihre Existenz wird geleugnet.
Es läge zunächst bei den Amerikanern den weiteren Verbleib dieser Ukrainer zu erklären, auch ob sie sie in guter Absicht an eine weiter Nation ausgehändigt hatten.

Wenn jemand meine Darstellung der Ereignisse berichtigen möchte, oder Dinge noch hinzufügen kann, den bitte ich es hier zu tun.
Für jede Kritik oder Information bin ich dankbar.

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Beitragvon Zimmer » 01.09.2008, 19:59

Hier noch ein paar Zahlen aus dem Internet:

Der "Guardian" berichtet im Februar 2006, daß sich 8.528 Ukrainer in Rimini befanden.
http://www.guardian.co.uk/2006/feb/04/s ... war.german

Mike Melnyk, der Autor des Buches "To Battle", über die Geschichte der SS Division Galizien auch kurz SS Galicia genannt, nennt 76 Offiziere und 1.112 Unteroffiziere und Mannschaften welche sich in Wagrein in amerikanische Gefangenschaft begaben.

Zusammen sind dies 9.716 Mann.

Da bei Kriegsende 20.000 Ukrainer dieser Division angehörten, wären somit 10.284 Ukrainer seit dem Überschreiten des Tauernpasses in Richtung Radstadt am 10. Mai 1945 vermißt.

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Gedenkfeier im Lager Ban-Saint-Jean

Beitragvon Zimmer » 05.09.2008, 13:00

Der Republicain Lorrain schreibt heute 5.September 2008, dass am Sonntag 7. September 2008 eine Gedenkfeier der Association franco-ukrainienne (AFU) für die Opfer des Lagers Ban-Saint-Jean geplant ist.

Dies wäre eine einmalige Gelegenheit für Geschichtsforscher sich vor Ort über die Vorwürfe zu informieren und mit den Ukrainern darüber zu diskutieren.

Übrigens gibt nun das französische Wikipedia die Opferzahl in Ban-Saint-Jean mit exact 23.819 Opfer an, insbesondere Ukrainer.

Woher diese Zahl stammt ist mir nicht bekannt, bisher sprach die französisch-ukrainische Vereinigung immer von mindestens 23.000 Opfer.

http://fr.wikipedia.org/wiki/camp_du_Ban-Saint-Jean


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